Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes und Gesundheitsberuferegister-Gesetz beschlossen

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Utl: Langjährige Forderungen des ÖGKV durch den Nationalrat beschlossen

Heute wurden durch den Nationalrat die Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes
(GuKG) und das Gesundheitsberuferegister-Gesetz (GBRegG) beschlossen.
Kurz zusammengefasst bedeutet dies, dass der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
künftig auf hochschulischer Ebene ausgebildet wird. Gleichzeitig werden die Ausbildungsinhalte der
allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege, der Kinder- und Jugendlichen Pflege, sowie der
psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege zusammengeführt. Eine komplette Ausrollung dieser
künftigen Ausbildungswege findet bis 2024 statt. Auf die Berufsberechtigung der momentan in den
Systemen tätigen Pflegepersonen hat dies keine Auswirkungen.
Eine weitere Neuerung betrifft die Einführung der 2-jährig ausgebildeten Pflegefachassistenz, welche
durch ihr Handlungsspektrum die direkte pflegerische Patientenversorgung unterstützt. Die 1-jährig
ausgebildete Pflegehilfe wird in Pflegeassistenz umbenannt und künftig ausschließlich für die
Pflegepraxis, gemäß des definierten Handlungsspielraumes eingesetzt.
Die Anwendungsmöglichkeiten der nun gesetzlich formulierten pflegerischen Kompetenzen sind nun
von allen Qualifikationsstufen der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe für die Umsetzung in der
Pflegepraxis in den Vordergrund zu rücken.
Als zweites wichtiges Gesetz wurde die Errichtung eines Registers für alle Angehörigen der
Gesundheits- und Krankenpflege beschlossen. Es ist am Bundesministerium für Gesundheit
angesiedelt. Mit der Umsetzung des Registers wird die Gesellschaft Gesundheit Österreich (GÖG)
beauftragt. Durch den verpflichtenden Eintrag in ein Berufsregister werden künftig valide Daten über
die Berufsangehörigen vorliegend sein. Darüber hinaus wird mehr Transparenz für pflegerische
Leistungen möglich sein. Mit der Erfassung wird ab 2017 begonnen. Der ÖGKV ist im Fachbeirat
vertreten und wird eine wichtige Rolle in der Bearbeitung von Qualitätsthemen, wie beispielsweise der
Fortbildung, einnehmen.
Somit sind mit dem heutigen Tag zwei essentielle Forderungen des ÖGKV gesetzlich verankert, die
für die Professionalisierung der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in der Erfüllung ihres
Versorgungsauftrages von enormer Bedeutung sind.
Kontakt

Quelle: ÖGKV
Dr. Sanem Keser-Halper
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Österreichischer Gesundheits- und
Krankenpflegeverband (ÖGKV)
Wilhelminenstraße 91/II e
1160 Wien